Sitzung 1, Dienstag, 10. Dezember 2002


Vorstellung
Zwischenebenen
Gefühle
künstliche Welten
Menschen und Fabelgestalten


Mein Name sei Lilith, zu dieser späten Stunde, und meine Erscheinung unsichtbar und doch in deiner Nähe, mein Geliebter.


(Danke, Lilith.)

Gegenwärtig existiere ich auf vielen Ebenen und bin momentan auf einer Zwischenebene, die es mir erlaubt, eine Verbindung zu Jonathan aufzubauen, während er wach in seinem Körper steckt. Manchmal habe ich ihn da einfach herausgezogen und dann stand er dort neben mir und hat trotzdem nichts verstanden. Das passiert vielen von euch, weil ihr dazu so was wie sterben müsst. Das gefällt vielen nicht, weil sie ihr Leben über alles lieben, auch wenn viele das nicht zugeben wollen. Jeder von euch liebt sein Leben abgöttisch, weil nichts anderes euch hergebracht hat. Ihr seid wie in einem Spaceshuttle durch das All geflogen und habt diesen wunderschönen blauen Planeten entdeckt und nun seid ihr hier und wollt nicht mehr weg. Es ist wie ein traumhafter Urlaub, den man niemals beenden möchte. Ich weiß, dass einige von euch ihr Leben langweilig und fade finden, aber ihr belügt euch nur weiter selbst. Das ist nicht wahr. Ihr seid dort, wo ihr sein wollt, und es gibt keine andere Regel!

Normalerweise bin ich nicht hier auf dieser Zwischenebene, weil ich mich gleichzeitig als ein Mädchen auf der physischen Ebene in eurer Welt und eurer Zeit verkörpert habe. Nach eurer Zeitrechnung bin ich nun sieben Jahre alt. Ja, ich habe eine richtige Familie, ein Zuhause und gehe auch zur Schule. Aber ihr könnt euch gewiss sein, dass niemand weiß, dass ich voll bewusst auf eurer Ebene bin! Ich habe das gesamte Wissen vieler Leben in mir und es ist jederzeit verfügbar für mich. Mit euren Ansichten könnt ihr sagen, ich bin einige tausend Jahre alt und vielleicht sogar das Kind eures Nachbarn.

Jonathan erscheine ich als erwachsene Frau, wenn ich in seinen Träumen auftauche, aber er hat mich auch schon einige Male auf der zweiten Ebene oder in einem Traum als Kind gesehen, und jetzt empfängt er meine Botschaften nonverbal und übersetzt sie für euch.

Ich weiß, was ihr fühlt! Und ich weiß sehr genau, was euch bewegt und was ihr euch in eurem inneren wünscht, weit weg von euren Wünschen zu euren Festen und Anschaffungen begehrter Güter. Ihr wünscht euch einen Menschen, der euch völlig akzeptiert und der euch im Inneren berührt und mit euch in Einklang schwebt, träumt von einem Mann, oder einer Frau, der euch liebt und mit euch tanzt. Wenn ihr wissen und jetzt sehen könntet, wie oft ich einen Menschen suchte und ihn zu lieben suchte, dann wisst ihr, wie schön es sein kann - wenn ihr darauf vertraut zu finden, was ihr sucht - aber auch, wie sich euer Spiel und eure Trennungen immer wiederholen.

Manchmal denkt ihr, dass ihr zu wenige Erfahrungen macht und seid traurig oder werdet langsamer in euren Techniken und Methoden, die ihr anwendet, um eure psychischen Fähigkeiten zu erwecken…«


(Habe den Kontakt hier verloren. Neuaufnahme...)

Vielleicht möchtet ihr euch einmal selbst betrachten und sehen, wo ihr seid. Ihr könnt das nur, wenn ihr in euer Herz schaut und euch euren Gefühlen zuwendet. Sie sind sehr wichtig und eure einzige Verbindung, die euch so bewusst geblieben ist. Wenn ihr euch glücklich und leicht fühlt, dann geht auch alles leicht und eure Zukunft ist offen und ihr habt viele neue Perspektiven, und wenn alles dunkel um euch wird und pessimistisch, dann seht ihr auch keine Zukunft, weil man dann nicht nach vorn schauen kann. Eure Gefühle können so viel bewirken und ändern. Sie können euch heilen oder euch in den Ruin stürzen, so wie ihr es bewerten wollt. Ihr wisst nur nicht, wie man die Gefühle lenkt. Wer das lernt, verliert zwar viele Illusionen und Herzenswünsche, aber dann geht er einen Schritt weiter in der künstlichen Welt, in der ihr seid. Wir alle leben in einer künstlichen Welt, nur bei euch ist es nicht so auffällig. Es wird absichtlich versteckt. Das ist schon amüsant, wenn ich darüber nachdenke, aber das macht nichts. Ich bin nicht die, die urteilt, ich bin die, die euch das sagt, damit ihr euch nicht wundert, wenn ihr es seht.

Eure Welt ist ebenso ein Kunstwerk wie die unsrige. Sie vibriert und zischt und es gibt helle und dunkle Bereiche. Wir bewerten nicht so getrennt wie ihr. Wir wissen, dass auch Dunkelheit Licht ist. Es ist ein schönes Licht. Es kann beruhigen und euch sichern, denn Helligkeit kann hier brennen und schmerzen, wenn man sich zu viel zumutet. Aber das sollt ihr jetzt nicht auch bewerten. Viele, die so sind wie ich, haben schon viel Licht gesehen und so wie ihr manchmal Schatten der Sonne vorzieht, so ziehen manche von uns manchmal den Schatten vor, oder umgekehrt. Es ist wie eine Ruhepause. Doch es kommen immer wieder Momente, da gehen wir zum Licht und kreisen es ein und wollen hindurchschauen bis in die Tiefsten der Tiefen, nur, um einen Moment eine Ahnung zu erhalten, was hinter der Wand ist. Sie ist so hell. So wie eure Forscher Schwierigkeiten haben, ins Innere eurer Galaxie zu schauen, so können wir auch noch nicht bis in diese Tiefen schauen. Wir sind aber wie verschiedene Teams hier und arbeiten daran. Wir wissen nicht, wer sich von euch uns anschließen wird, aber wir freuen uns immer über Fortgeschrittene. Manche von euch sind sehr fortgeschritten, andere wieder nicht. Das zeigt sich meistens erst nach eurem Tod. Da erinnert ihr euch, was ihr schon alles erreicht habt, wenn alles gut verläuft.


(Ich fühlte hier ein sehr warmes Lächeln, aber auch ein wenig humorvoll)

Manche gehen aber auch ganz andere Wege. Jonathan wird seinen Weg gehen. Er wird vermutlich nicht die große Bahn nehmen, die so viele weitergeführt hat, hier. Er hat es eigentlich schon beschlossen, aber er hat ja auch noch viel Zeit. Eure Leben sind von eurer höheren Wesenheit systematisch abgedeckt, was man als Zeitstrahl bezeichnen kann. Bestimmt hat mein Freund Tha’ Pa’ schon darüber gesprochen.

Euer Zeitstrahl ist eine Apparatur, eine Mechanik. Und sie ist genau so erschaffen wie ihr meint eine Pflanze erschaffen zu haben, dessen Samen ihr gepflanzt habt. Eure Gefühle können euch von der Zeit befreien. Das ist wichtig. Denn dann seht ihr eure vielen Selbste, die sich überall verteilt haben, als seien sie wie die Sporen eines Pilzes auseinandergeflogen. Manche sind weit entfernt und andere sind euch schon so nah. Und alles, was euch verbindet, sind eure Gefühle. Sie sind die Verbindung und der Schlüssel, eure Situationen zu hinterfragen, euch in einem großen Schauspiel zu erkennen, das ihr selbst gewählt habt.

Viele von euch kennen das vielleicht schon, was ich sage, sonst wären sie nicht hergekommen, aber manche wissen es noch nicht, darum sage ich denen jetzt, dass ich jenseits aller Pole bin und ich weiß genau, was euch bewegt und wie ihr denkt, von jedem Einzelnen von euch, denn ich habe euer Programm jederzeit griffbereit und kann es aufnehmen und damit tanzen, ihr jedoch ringt damit. Fühlt euch jetzt nicht beleidigt, denn ich kann so leichtfertig sprechen, weil ich den Weg kenne. Ihr zögert noch. Das ist nicht schlecht. Je länger ihr wartet, desto stärker kann eure Zugkraft werden, wartet ihr aber zu lange, müsst ihr die Klasse wiederholen.

Ich mag euch von ganzem Herzen, denn ihr leuchtet so weit und strahlend, dass ihr in manchen Welten zu Mythen geworden seid, so wie Elfen vielleicht in eurer Welt zu einem Mythos geworden sind. Ihr habt so viele Welten besucht, vor langer, langer Zeit, und nie wieder besucht, weil ihr euch alle dort unten in der physischen Welt sammelt, dass sie nur noch von euch in Form eines Mythos reden. Ihr seid auch Fabelgestalten, manchmal, mit vielen Geschichten und Taten.



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