Sitzung 29, Mittwoch, 9. April 2008


Die Blaupause
Depressionen und Wahrscheinlichkeiten
Engel und Dämonen
Der Maya-Kalender und das Jahr 2012



(Meine Sitzungen mit Tha’Pa sind noch immer recht selten. Eigentlich finden nur welche statt, wenn eine Person persönlich darum bittet. Vor einigen Tagen bat mich Brigitte, wohnhaft in der Schweiz, um eine Sitzung mit Tha’Pa. Heute fand ich die Ruhe und die Zeit dazu. Brigitte hatte auch einige Fragen mitgeschickt, die er beantworten soll. Ich legte die Fragen vor mir auf den Schreibtisch, sodass Tha’Pa sie immer im Blick haben konnte.)

Für jeden von euch gibt es eine "Blaupause", d.h. ein optimaler Weg zur Erreichung des eigenen Selbstwerts und zu seiner eigenen Erfüllung. Manchmal weicht man von dieser Blaupause ab, aber man kann jederzeit zu ihr zurückkehren. Depressionen treten auf, weil Dinge in der persönlichen Realität eingetreten sind, für die man keine Verantwortung übernehmen möchte. Das heißt nicht, dass irgendwer irgendwen dafür verurteilt, dass jemand den Grund für eine Depression ständig neu anwählt, denn dafür sorgt ein jeder schon selbst. Es gibt verschiedene Gründe, um eine Depression anzuwählen. In der Regel sind diese auch jene Dinge, die euch in eurer Welt so wichtig sind: Liebe, Beruf und Gesundheit. Sobald ihr euch um eines dieser Elemente betrogen fühlt, besteht die Möglichkeit für euch, eine Depression aufzubauen.

An dieser Stelle möchte ich vorab eines klarstellen: Niemand von euch ist einer Depression hilflos ausgeliefert. Jeden Morgen, wenn ihr aufwacht, durchsucht ihr im Geiste ganz automatisch die umliegenden wahrscheinlichen Realitäten nach einem Grund, euch überhaupt erst aus dem Bett zu erheben. Es sind eure kleinen Ziele, die ihr euch im Alltag gesetzt habt und die euch Anlass geben, erneut aufzustehen. Oft ist es die Arbeit, die den Erhalt eures Monatslohns garantiert und am Wochenende sind es andere Gründe, die euch antreiben. Ihr würdet nicht einen Fuß aus dem Bett setzen, wenn es keinen Grund für euch gäbe, aufzustehen. Ohne die Anwesenheit einer oder mehrerer wahrscheinlicher Realitäten, die durch eure Köpfe geistern, wäre es ein Betttag, den ihr an diesem Morgen beschließen würdet. Was ich euch mitteilen möchte und nun in eure Alltagssprache übersetzen möchte, ist, dass eure Passivität durch eine zu geringe Anzahl von Möglichkeiten entsteht, die ihr euch offen gelassen habt. Ihr habt Impulse erhalten, dieses oder jenes zu tun und seid diesen Impulsen nicht nachgegangen. Ihr habt sie ganz bewusst ignoriert und Gründe erfunden, sie nicht zu befolgen. Mit dieser Vorgehensweise entfernen sich die verschiedenen Wahrscheinlichkeiten (Möglichkeiten) von euch und ihr könnt sie immer schwerer anwählen. Was übrig bleibt, ist eine minimale Anzahl an Möglichkeiten und dies gibt euch Anlass, eine Depression eintreten zu lassen. Vielleicht steht ihr dann an einer Bar oder sitzt vor dem Fernseher und trinkt eine Menge Alkohol. Ihr raucht oder esst in Mengen oder ihr verweigert sogar jede Nahrungsaufnahme als stummer Protest gegenüber dem unfreundlichen Schicksal, dass euch eure Möglichkeiten gestohlen hat. Ihr fühlt euch hintergangen oder betrogen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie ihr euch in diesen Momenten fühlen könnt, aber sie führen gemeinschaftlich in eine Depression oder darüber hinaus in den Zynismus.

Wenn es einmal so weit ist, dass ihr euch selbst als dauerhaft depressiv erkennt, ist der erste Schritt getan, um eine Änderung herbeizurufen. Solange ihr euch noch in der Depression befindet, habt ihr jederzeit die Chance, in einer kurzen Selbstreflektion, eine Art Gefühlspause, aus dieser auszusteigen. Seid ihr bereits eine Stufe weiter und in den Zynismus eingetreten, so habt ihr euch die irrigen Annahmen, die ihr in euren Depressionen so kreativ ausgeklügelt habt, schon verinnerlicht. Ihr müsst euch eines unbedingt vor Augen halten: Depression ist Selbstmitleid! Ihr bemitleidet euch selbst und euer Schicksal, unabhängig davon, wie schwer euch das „Los des Schicksals“ getroffen haben mag.

Solltet ihr aufgrund einer Krankheit in eine Depression gelangt sein, gilt auch für euch, dass ihr die Verantwortung nicht für euer Erleben und euren Alltag übernehmen wollt. So schwer es euch fallen wird, es ist hierbei wichtig zu erkennen, aus welchen Motiven heraus ihr in diese Krankheit gelangt seid. Die Krankheit wurde euch nicht vom Schicksal auferlegt, sondern ihr habt sie in Übereinstimmung mit eurem Unterbewusstsein gewählt. Ihr könnt die Depression nur dann auflösen, wenn ihr exakt das erkennt und dies offen vor euch selbst zugeben könnt.

Bleibt am Morgen einfach einmal in eurem Bett liegen und betrachtet die Möglichkeiten, die ihr früher hattet, bevor die Depression auftauchte. Stellt euch vor und begreift, dass die Welt, in der ihr lebt, für jeden von euch, eine Blaupause bereithält und somit auch eine große Anzahl an Möglichkeiten! Ihr müsst nicht glauben, dass eurem zufrieden pfeifenden Nachbarn mehr Möglichkeiten geschenkt wurden als euch. Jeder von euch besitzt viele Möglichkeiten, denn dies ermöglicht diese Blaupause. Es verhält sich auch nicht so, dass man euch diese Möglichkeiten genommen hätte, sondern ihr habt sie nur aus eurer Aufmerksamkeit entfernt. Sie warten am Rand eures Bewusstseins darauf, wieder in eure Köpfe gelangen zu dürfen.


Viele von euch fragen sich, ob sie auf dem richtigen Weg sind und was eure Aufgabe auf Erden ist. Ihr seid immer auf dem richtigen Weg. Der einzige Unterschied ist, ob ihr in euren Köpfen einen Käfig geschaffen habt, der euch davon abhält, das Leben zu umarmen! Manche von euch finden diese Welt vielleicht langweilig und ertappen sich dabei, sich vorzustellen, wie der Tod euch endlich ereilt, um dem ganzen ein Ende zu bereiten. Doch die Lektion, die ihr in eurer Welt zu erlernen habt, ist die Herausforderung anzunehmen und sie zu lösen. Es gibt viele Persönlichkeiten, die in diesem Moment an den Toren zur irdischen Realität stehen und hoffen, sie endlich betreten zu dürfen. Ihr habt darum gekämpft, hier zu sein und ihr habt es geschafft. Wer diese Schule namens Erde absolviert, wird große Vorteile für das Weiterleben nach dem Tode genießen können. Allein die Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten, die ihr mit eurer Vorstellungskraft erschaffen habt, ermöglichen euch diese umfangreich auszuleben. Wenn ihr durch die Stadt geht und einen anziehenden Menschen seht, der euren Weg kreuzt und ihr stellt euch vor, dass ihr ihn umarmen oder ein Leben mit ihm verbringen könntet, so wird diese Möglichkeit als eure private Schöpfung registriert!  Ihr erschafft innerhalb dieser wenigen Sekunden eine gesonderte Realität, die euch später einmal in unterschiedlichen Variationen zur Verfügung stehen wird.

Der Natur der Realität ist es gleichgültig, ob ihr sie als langweilig betrachtet. Sie ist quicklebendig, spendabel, optimistisch, fröhlich und lädt jeden zu sich ein. Es liegt an jedem von euch selbst, wie ihr der Realität und ihrer Natur gegenübertretet.


(Wie sieht es mit Schutzengeln oder Engeln überhaupt aus?)


Engel und Dämonen sind in euren Träumen ziemlich selten anzutreffen und dies hat auch seinen Grund. Dämonen sind seit Jahrtausenden Teil eines goethischen Glaubens, aber in Wirklichkeit sind sie nicht existent. Es ist vielleicht möglich, einen Dämon aufgrund eurer inneren, geistigen Kräfte zu erschaffen, aber es gibt keine von euch unabhängige Macht, die diese aussendet und sodann in Scharen über eure Welt herfallen, so wie es in eurer Bibel beschrieben und in euren Gruselfilmen zu sehen ist. Eure Dämonen sind persönliche Schöpfungen, auf der Astralebene manifestierte Gedanken. Wenn ihr euch von eurem Körper löst und eine außerkörperliche Erfahrung erlebt, könnt ihr diese Schöpfungen antreffen, aber nur jene, an deren Erschaffung ihr teilgenommen habt oder gern teilnehmen möchtet. Dies entscheidet ihr mit eurem Glauben, mit dem ihr euch kleidet. Doch wenn ihr euch entsprechend entwickelt habt, könnt ihr euch auf einer klareren Ebene bewegen, auf der sämtliche Gedankenformen fremder Individuen neutralisiert werden. Auf dieser Ebene könnt ihr die dunkleren Bereiche verlassen und euch optimal weiterentwickeln.

Engel hingegen sind in eurer Vorstellung existent und vermitteln euch ein liebevolles und lichtvolles Bild einer höheren und weiseren Persönlichkeit, doch auch diese sind eine bewusst inszenierte Projektion von Helfern, die euch hier umgeben und unterstützen. Eure Kontakte zu Erzengeln oder Gespräche mit Gott sind in jedem Fall eine angewandte Projektion, um euch mithilfe eines archetypischen Symbols unterbewusst gezielter ansprechen zu können.

Wenn ein Medium seine Fühler auf die andere Seite ausstreckt, dann begibt es sich erst einmal in die Nahtodebene, auf denen sich viele Verstorbene nach ihrem Ableben wiederfinden. Somit wird das Medium in der Regel auf Gedankenformen oder Verstorbene treffen. Sollte es darüber hinausgelangen, so trifft es auf Helfer, die überwiegend ein Interesse an psychischer Reintegration besitzen. Unter diesen sind zahlreiche Formwandler zu entdecken, die sich in allerlei Gestalten und Projektionen verwandeln können, seien es Engel, Außerirdische oder gar Figuren aus euren Mythen.


(Willst du damit sagen, es gibt keine Engel?)


Ja und Nein. Es gibt keine Engel, so wie sie in eurer Bibel beschrieben werden. Die Beschreibungen der so genannten Engel sind verzweifelte Versuche von Zeugen, die Wahrnehmung eines fliegenden Individuums zu übersetzen und für andere verständlicher zu machen. Ebenso gibt es physische Realitäten, in denen menschenähnliche Wesen mit Flügeln leben, doch sie sind weit davon entfernt, in eine euren Vorstellungen entsprechende Engelrolle zu schlüpfen. Ich bin mir dessen bewusst, dass einige eurer Medien Kontakte zu Engeln oder Erzengeln pflegen, doch auch in diesen Fällen handelt es sich um Formwandler. Ich versuche, die richtigen Worte für euch zu finden… Die Kunst der psychogenetischen Transmutation bzw. des Formwandelns ist in den so genannten astralen Bereichen völlig legitim und üblich. Sie wird in den meisten Fällen zur Unterstützung der Verstorbenen ausgeübt. In dem Moment, in dem sich ein Verstorbener für seinen persönlichen Helfer öffnet, wird dieser transmutieren, um geradewegs dem Bild zu entsprechen, das er (der Verstorbene) unterbewusst von einer Begegnung nach seinem Tode erwartet hat. Nichts anderes geschieht, sobald das Medium glaubt, einen Kontakt zu Gott oder einem anderen himmlischen Wesen aufgebaut zu haben.

Die Informationen, die das Medium erhält, sind in fast allen Fällen dem kollektiven Menschenbewusstsein entnommen, in das man sich sehr einfach einloggen kann, wenn es nötig ist. Ihr könnt euch hierzu ein Telefon vorstellen, das euch schnell mit jemand verbindet, wenn ihr wahllos eine Nummer wählt, aber ihr könnt nicht mit Sicherheit wissen, wer die Person am anderen Ende der Leitung ist. Würdet ihr euer Telefonbuch daraufhin nach der Nummer durchsuchen, die ihr euch ausgedacht habt, bräuchtet ihr unendlich lang, um sie zu finden. Nichts anderes geschieht, wenn das Medium einen Kontakt zu einem Bereich aufbaut, der für euch zugänglich wird, wenn ihr sterbt.


(Gibt es denn auch noch andere, die diese Art der Transmutation nutzen?)


Durchaus. Hierbei finden sich gelegentlich Persönlichkeiten, die sich ihres Todes bewusst geworden sind oder jene unter euch, die das Reisen außerhalb des Körpers bereits erlernt haben. Sie können mit der notwendigen Übung zumindest andere Gesichtszüge oder Gesichter projizieren und die unerfahrenen Träumer manchmal hinter das Licht führen. Doch in vielen Fällen wird ein Helfer zugegen sein, der euch die notwendige Intuition zu übermitteln versucht. Wolltet ihr keine Intuition erhalten, die euch darüber aufklärt, dann seid ihr diese in eurer Begeisterung übergangen oder es handelt sich hierbei um euren Helfer, der euch zugeteilt wurde und eure Entwicklung beobachtet. Jeder von euch besitzt einen solchen Helfer, auch wenn er nicht ständig an eurer Seite ist.


(Brigitte fragt nach dem Jahr 2012. Was denkst du darüber?)


Ich bin darüber informiert, dass ihr den Kalender der Mayas studiert und daraufhin entdeckt habt, dass dieser im Jahre 2012 sein Ende findet. Dies bedeutet auf keinen Fall, dass eure Realität vernichtet wird. Noch ist es Zeit, eine Arche zu bauen und auf die Sintflut zu warten. Ihr befindet euch hier auf einer physischen Ebene auf der ihr dazu aufgerufen seid, euren Teil dazu beizutragen, Realitäten in dieser Form, wie sie euch so vertraut sind, zu erschaffen. Mir fällt es schwer, euch deutlich zu machen, wohin dies alles führt, aber lasst euch gesagt sein, dass ihr bisher nur den Schatten dessen erfasst habt, was im Weiteren auf euch zukommt. Ich sprach bereits einmal darüber, dass es keine Engel gibt, die eure Hand nehmen und euch durch den Themenpark führen, mit all seinen Amüsements und Rätseln, in dem ihr euch befindet. Daher werdet ihr auch kaum einen Freischein erhalten, der euch von ganz allein dazu beflügeln wird, euch der anderen Dimensionen eures Seins bewusst zu werden. Von unserer Warte aus können wir gern behilflich sein und einen gewissen Support liefern, aber der Wille und die Energie muss von euch selbst kommen. Jeder Einzelne aus euren Reihen ist dazu aufgefordert, sich selbst zu erkennen. Am besten ihr hört gleich jetzt damit auf, euch in eurem Stuhl zurückzulehnen und zu glauben, dass Engel, Außerirdische oder Lichtgötter in ihren Himmelsschiffen zu euch stoßen, um euch zu retten. Weder müsst ihr gerettet werden noch geschieht eine Selbsterkenntnis durch Fremdvermittlung. Im Gegenteil, niemand wird euch jemals einen Vorwurf machen, wenn ihr ein gesundes Misstrauen besitzt und die Quelle hinterfragt, die euch Seelenheil, Rettung und Weisheit in großen Paketen verspricht, nur, indem ihr dessen Worte lauscht.

Es ist verständlich, dass ihr euch nun fragt, was denn nun wirklich im Jahre 2012 auf euch zukommen wird. Die Entwicklung betrifft vielmehr euren Planeten als Lebewesen als euch. Es kann sein, dass ihr hierzu etwas davon mitbekommen werdet, aber ihr müsst nicht glauben, dass ihr einen Sprung in ein neues Zeitalter zu bewerkstelligen habt oder eine gigantische Hürde überwinden müsst, um zu überleben. Niemand ist wirklich darauf erpicht, euch in eurer Entwicklung zu hindern oder auch dermaßen massiv zu beflügeln, dass ihr eure Lehrjahre auf eurem süßen Planeten mit Leichtigkeit absolviert. Ihr selbst seid euer Ziel und euer Weg. Selbsterkenntnis, Erwachen, Erinnern.


(Vielen Dank, Tha’Pa‘. Lass uns nun zu den persönlichen Fragen für Brigitte kommen und die offizielle Sitzung hier schließen.)



© Jonathan Dilas - All rights reserved