Die letzten Worte der Miss Witherspoone
Einer der schwierigsten Fälle des Inspektors Jonathan Hill

(Genre: Eso-Krimi, Roman - in Arbeit - von © Jonathan Dilas)



Leseprobe:


Der Wind strich durch die Bäume und die Blätter raschelten angenehm in Ericas Ohren. Die milde Luft auf ihrer Haut ließ sie die letzten Momente ihres Lebens genießen und sie wusste sogleich, dass es nun an der Zeit war, sich dem Tode hinzugeben. In der Ferne vernahm sie noch das verzweifelte Rufen einer bekannten Stimme, doch sie konnte schon nicht mehr sagen, zu wem sie gehörte. Langsam schwanden ihre Sinne und sie erkannte mit aller Deutlichkeit, dass es nun um sie geschehen war, der Moment des Todes eintreten würde, den sie stets so gefürchtet hatte, aber nun konnte sie sich hingeben, ja, sie fühlte beinahe Erleichterung, als die schwere Last der einst niemals endenwollenden Gravitation nachließ und eine nie erahnte Leichtigkeit sie in die Lüfte emporheben ließ, während das Seil von ihrem Hals glitt...

"Sie dürfen hier nicht durch, mein Herr."

"In diesem Fall schon, Sergeant, mein Name ist Inspektor Hill, Mordkommission, und mir ist der Auftrag von Scotland Yard übergeben worden."

"Ich bitte vielmals um Entschuldigung, Inspektor."

Inspektor Jonathan Hill wurde an diesem späten Herbstabend noch zu einem neuen Fall beauftragt. Eine Studentin wurde tot aufgefunden.

Er ging einige Meter den Weg entlang und fand schnell das Opfer. Es lag mit leicht hochgeschobenem Rock und übereinanderliegenden Beinen halb auf der Seite.

Der Inspektor bückte sich zu dem Opfer herunter und sah, dass ihre Augen geschlossen waren, jemand musste sie nach ihrem Tode geschlossen haben. Außerdem sah er einen dünnen, roten Striemen, der auffällig ihren Hals zierte.

"Ist das Opfer berührt worden?"

"Nein, Sir", antwortete der Sergeant, als er gerade zum Tatort kam.

"Sind Sie sicher?"

"Absolut, Sir. Ich habe Anordnung gegeben, zumindest auf den beauftragten Inspektor zu warten."

"Das ist hervorragend!", entgegnete Inspektor Hill lächelnd. Dann stand er auf, ging hinter die Leiche und schaute sich ihr Haar genau an. Vorsichtig hob er es hoch und legte den Nacken frei. Dort sah er, dass der rote Striemen auch hier vorzufinden war.

"Sie ist erdrosselt worden, ich vermute aber nicht in allzu großer Eile. Sie scheint sich auch nicht sonderlich gewehrt zu haben."

"Vermutlich hatte das Opfer sehr viel Angst und wurde vergewaltigt...", dachte der Sergeant laut vor sich hin und leuchtete mit seiner Lampe das Opfer näher aus.

Der Inspektor drehte das Opfer leicht auf den Bauch und sein Blick fiel auf den Rock der Frau.

"Ich glaube nicht, dass sie vergewaltigt wurde. Es spricht auf den ersten Blick nicht dafür, doch es ist besser, den Pathologen dies bestimmen zu lassen, damit wir es gänzlich ausschließen können."

„Ich werde mich darum kümmern, Sir.“