Urlaub von der Gruft
Wem gelegentlich die Sargdecke auf den Kopf fällt oder die eigenen vier samtbespannten Wände zu eng werden, der liegt ganz im Trend. Erfreut es sich doch auch in Vampirkreisen zunehmender Beliebtheit, dem ehernen Grundsatz „My castle is my home” vorübergehend untreu zu sein. Über einsame nächtliche (Aus)Flüge hinaus wächst der Wunsch nach abwechslungsreichem Kurzurlaub im reizvollen Ambiente. Darum war unser Expertenteam aus Vampiren und ihren menschlichen Freunden für Sie unterwegs, um sich nach schön schaurigen Unterkünften umzusehen. Die beiden Spitzenreiter unseres Hoteltests präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle mit Vergnügen.
Dying Dreams
Im Diesseits wie im Jenseits eilt dem Etablissement der Ruf eines sagenhaften Zimmerservices voraus, dem wir einmal auf den Eckzahn fühlen wollten. Im Preis inbegriffen ist neben dem üblichen Mitternachtssnack eine individuelle Übernachtungsbetreuung. Ohne Zweifel kann das Dying Dreams hierbei als Vorbild für Kundenfreundlichkeit und Serviceorientierung gelten, denn hier heißt das Motto: „Wir wissen, was Sie wollen und wir besorgen es Ihnen.“ Unsere menschliche Testperson (s. Bild) ist offensichtlich bedient. Unübersehbar hat die Nacht einen tiefen Eindruck und -biss bei ihr hinterlassen. Auf direkte Nachfrage, wie sie den Zimmerservice beurteile, äußerte sie kurz und treffend:„Überwältigend! Jederzeit wieder!“
Die Innenausstattung der Zimmer nähert sich dagegen billigen amerikanischen Motels an und inszeniert das Leben im „Untergrund“ vielleicht eine Spur zu wörtlich. Bewusst im Modern Trashstyle gehalten, ist die Atmosphäre und Konsequenz der Einrichtungslinie nicht jedervamps Geschmack. Wer sich weder daran gewöhnen will noch durch die stilvolle Außenfassade des Burghotels entschädigen lässt, dem sei nachfolgende Alternative empfohlen: