2. September, 2010
Mit einem Schwung öffnete ich die Garage. Im gleichen Augenblick raste mir ein Marder entgegen, der sich wohl darin versteckt und ich versehentlich eingeschlossen hatte. Er rannte wild entschlossen an mir vorbei, während ich ihm hinterher rief:
“Wo willst du denn hin?”
Plötzlich blieb der Marder stehen, drehte sich zu mir um und meinte:
“Wonach sieht das denn aus?”
Und ehe ich mich versah, war er auch schon im Wald verschwunden.
Ein kleiner süßer Traum für die Lachmuskeln.
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2. September, 2010
Die Müdigkeit über Tag hat nun nachgelassen. Eigentlich fühle ich mich völlig normal. Ich hörte jedoch, dass ich in Unterhaltungen etwas abwesend und verteilt erscheine, als sei ich nicht gänzlich auf die Gegenwart konzentriert. Die leichten Konzentrationsprobleme erwähnte ich schon einmal. Auch spüre ich in dieser leichten Unkonzentriertheit, dass ich mich nicht allzu sehr mit den Ereignissen der Gegenwart großartig identifiziere. Somit hilft Melatonin also Menschen, die sich vielleicht allzu schnell mit Problemen identifizieren, sich sozusagen zu sehr an einer Sache aufhängen und darunter leiden. Melatonin könnte also Menschen mit psychischen Problemen helfen, um Abstand zu gewinnen. Wenn man einfach keine große Lust hat, sich auf ein Problem zu konzentrieren, verliert es auch irgendwie an Wichtigkeit. Somit wäre der Einsatz ebenso in Psychiatrien sehr interessant - zumindest bei den leichteren Fällen. Zumal Melatonin für gewöhnlich überhaupt keine negativen Nebenwirkungen besitzt.
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2. September, 2010
Ich nehme weiterhin 10 mg Melatonin jeden Abend vor dem Schlafengehen ein. Und abermals hatte ich ziemliche Zeitprobleme. Gestern morgen war ich der festen Überzeugung, es sei nachmittags und bei dem Nachmittagschläfchen glaubte ich nach dem Erwachen, es sei morgens. Nach dem Aufwachen auch weiterhin ein sehr reges Traumleben, aber alles nur alltägliche Dinge. An sich war ich gestern und heute den ganzen Tag über ziemlich fit und gut drauf. Die bleiernde Müdigkeit tauchte nicht wieder auf. Heute Nachmittag schlief ich dann glatt mehr als 2,5 Stunden tief durch - für gewöhnlich schlafe ich nachmittags kaum eine Stunde. Ich habe ebenfalls den Eindruck, dass ich viel tiefer schlafe als sonst. Ich wache ansonsten immer des Öfteren in der Nacht auf, doch seit der Einnahme von Melatonin nicht mehr. Darum bin ich nicht der Ansicht, dass Melatonin Schlafstörungen verursachen kann, eher im Gegenteil. Wenn jemand Schlafstörungen hat, sollte er es unbedingt mit Melatonin versuchen.
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1. September, 2010
Ich habe mich heute Nachmittag ein wenig hingelegt und meditiert. Nach einigen Minuten war ich so entspannt, dass ich wieder die Schwärze vor meinen Augen sah und mir den Eindruck vermittelte, ich blickte in einen weiten, dunklen Raum hinein. Dann spürte ich, wie ich mich durch diesen schwarzen Raum bewegte. Langsam, nicht zu schnell, und einige Male hatte ich auch den Eindruck, das Bild vor meinen Augen würde sich seitlich verschieben. Irgendwann stand ich dann in einer dunklen Umgebung und wurde von seltsamen Wesen beäugt. Sie hatten riesig große, wirklich kreisrunde Augen mit winzig kleinen Pupillen und einen kreisrunden, kleinen Mund. Die Augen waren mindestens so groß wie der halbe Kopf. Sie sahen aus, als würden sie unentwegt erstaunt dreinblicken. Keine Haare. Und ihre Hautfarbe ging so ins Ocker. Mindestens fünf oder sechs schauten mich so an, als hätten sie noch nie jemanden wie mich gesehen. Sie waren dicht aneinander gedrängt und ihre Köpfe zusammengesteckt.
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1. September, 2010
Normalerweise mache ich in meinem Traumtagebuch keine Filmempfehlungen, da diese bereits von der Hauptseite aus eingesehen werden können. Doch heute möchte ich eine Ausnahme machen, denn ich habe kürzlich einen hervorragenden Film gesehen mit dem harmlosen Titel Mr. Nobody. Der 9jährige Junge Nemo Nobody, man sinne über den Namen nach, gelangt in einen Zwiespalt, als sich seine Eltern voneinander scheiden lassen und entschieden werden soll, zu welchem Elternteil er nun ziehen soll. Zur gleichen Zeit sieht man ihn als alten Mann in einer anderen Realität weit in der Zukunft, der sich an viele verschiedene Realitäten und Entscheidungsmöglichkeiten seiner Vergangenheit erinnert, die er einem Reporter als der einzig Sterbliche einer nunmehr unsterblich gewordenen Zivilisation mitteilt. Der Reporter kann seinen Ausführungen jedoch nicht folgen, weil er erkennt, dass der alte Mann verwirrt sein muss, denn er schildert den Verlauf mehrerer Realitäten, in denen er sich auf die eine Weise oder auch anders entschieden hat. Doch für den alten Mann ist es keine Frage der Erinnerung an unterschiedliche Realitätsverläufe, sondern ebenso die Erlangung eines Überblicks von der Metaebene aus. Schritt für Schritt gelangt der alte Mann über das Interview zu einer tiefen Erkenntnis.
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